Unterwegs Querweb

Gesture Cube – Interaktion durch Gestik

5. Februar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Vor ein paar Tagen bin ich auf den Gesture Cube aufmerksam geworden, eine Konzeptstudie zur Interaktion durch Gesten. Der Gesture Cube ist dabei ein portabler Würfel, über den ich verschiedene Informationen, sowohl lokal gespeichert, als auch über das Internet abrufen kann.

Sehr praktisch fand ich das erste Beispiel in der Küche, z.B. zum Nachschlagen von Rezepten. Wenn ich beim Kochen gerade schmutzige Hände habe, dann ist es schwierig mal eben das Rezept auf dem iPhone nachzuschlagen. Grundsätzlich finde ich den Cube sehr interessant, aber ich bin noch nicht ganz überzeugt. Das Würfelformat ist auf den ersten Blick sehr spannend, aber ich könnte mir vorstellen, dass es im tatsächlichen Gebrauch eher unpraktisch ist. Ich betrachte ja immer nur den Content auf einer Seite des Würfels. Was passiert dann auf den anderen Seiten? Es fühlt sich fast ein bisschen nach Platzverschwendung an.

Die Gesten waren für mich vielleicht nicht immer sofort klar, aber durchaus nachvollziehbar. Ich wehre mich häufig gegen den Begriff “intuitiv”, denn nur die wenigsten Interaktionen sind es tatsächlich. Der Begriff intuitiv im Interaktionsdesign bezieht sich für mich vor allem auf Interaktionspatterns, die ich einmal lerne und danach nicht mehr vergesse. z.B. das Zoomen mit zwei Fingern auf dem iPhone. Von alleine würde sich die Funktion nicht erschließen, hat man es aber einmal gesehen, dann wird es sofort verstanden und danach nicht mehr vergessen. Genauso ist es beim Gesture Cube auch – die Gesten erschließen sich nicht von alleine, sind aber gut erlernbar.

Abgesehen von dem Küchenbeispiel habe ich aber im Laufe des Videos kein Beispiel gesehen, wo die Interaktion durch Gesten einen Vorteil gegenüber beispielsweise einer Touchbedienung bringen würde. Vielleicht weil die Gesten sehr stark an den tatsächlichen Würfel gebunden sind. Beispielsweise bei Microsofts Projekt Natal fühlt es sich etwas natürlicher an, da der Nutzer quasi “frei im Raum” interagiert und nicht in unmittelbarer Nähe zu einem Gerät.

Trotz der offenen Fragen bin ich mal gespannt, ob und wie der Gesture Cube eiterentwickelt wird und welche Produkte daraus entstehen könnten.

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Ein paar Gedanken zu eBooks

28. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Gestern wurde endlich der Apple iPad vorgestellt. Grundsätzlich bin ich noch ein bisschen zweigespalten, wie ich das Gerät finden soll. Ich hätte mir viel davon versprochen, wenn das Gerät auf produktives Arbeiten optimiert wäre. Leider ist das u.a. aufgrund der fehlenden Multitasking Fähigkeit schonmal nicht der Fall.

Den besten Use Case verspricht das iPad als eBook Reader. Größe, Display und Geschwindigkeit eignen sich dafür hervorragend. Sehr gut finde ich auch den an die iBook App angeschlossenen Bookstore, über den ich Bücher direkt kaufen, herunterladen und sofort lesen kann. Das hat mich dazu bewegt, mir ein paar Gedanken zu eBooks zu machen und was welche Anforderungen ich an einen guten eBook Reader hätte.

- Ich liebe Bücher! Ich habe Literatur studiert und trage fast immer ein Buch mit mir herum. Das haptische Erlebnis in einem Buch zu blättern, der Geruch und das Papier kann mir kein eBook Reader ersetzen. Daher – für das genussvolle Lesen werde ich wohl immer ein Buch verwenden. Punkt.

- Aber: Ich erinnere mich an meine Magisterarbeit zurück, wo ich täglich bergeweise Bücher aus der Unibibliothek nach Hause geschleppt habe, nur um festzustellen, dass ich noch ein anderes brauche, das dann wieder ausgeliehen war usw. Hier wäre ein eBook Reader ein Traum gewesen, auf dem ich mein gesamtes Literaturverzeichnis speichern kann.

Der eBook-Reader sollte also folgende Features mitbringen:

- Wichtig ist eine gute Suche über alle gespeicherten Bücher und Artikel. Gerade beim wissenschaftlichen Arbeiten ist das relevanter, als den Text linear durchzulesen.

- Ein Index welche Dokumente auf welche anderen Dokumente verweisen. Der große Vorteil wenn ich theoretisch alle Bücher auf einem Gerät ablegen kann, ist dass ich potenziell relevante Dokumente – weil auf sie eben häufig referenziert wird – gleich herunterladen kann. Hier wäre es spannend, wenn ich dazu nicht nur einen Bookstore zur Verfügung hätte, sondern auch Zugriff auf verschiedene digitale Bibliotheken.

- Gleichzeitiges Übertragen von Gedanken in ein Textdokument.Damit verbunden ist ein gutes Tool für Anmerkungen, Highlights, Notizen um den gelesenen Text gleich möglichst effektiv verarbeiten zu können.

- Automatisches Zitieren wäre auch toll. Ich markiere einen Absatz und wenn ich ihn in meinen Entwurf kopiere, dann wird er automatisch korrekt als Zitat gekennzeichnet. Okay, diesen Punkt würde ich noch alleine hinkriegen.

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Mobilers – Zeit für einen Rückblick

21. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Diese Woche endete das Samsung Mobilers Projekt mit einem finalen Workshop im Samsung Headquarter in Schwalbach. Vier Monate lang haben 18 Mobiler in drei Gruppen recherchiert, Ideen entwickelt, Ideen ausgearbeitet, Smartphones getestet, Leute befragt und jede Menge Spaß gehabt. Und das Beste – die besten 7 Mobilers werden von Samsung im Februar zu einem Workshop nach Korea eingeladen. Ich hab mich wahnsinnig gefreut zu hören, dass ich mit dabei sein werde. In Korea treffen wir deutschen Mobilers auf die Mobilers aus China und Korea und wir werden uns austauschen und unsere Ergebnisse bei Samsung präsentieren dürfen.

Da jetzt zunächst die erste Phase – das erste Mobilers Programm in Deutschland – beendet ist, möchte ich ein erstes Fazit ziehen und zurückschauen auf vier sehr spannende Monate:

Die Zusammenarbeit

In meinem Team, der Mobilers Gruppe Blau, gab es einige Wechsel und erst in der dritten Phase stand das finale Team fest. Eine bunte Mischung an Charakteren und Kompetenzen – Johannes und Norbert die beiden Entwickler, Sven als Social Media Experte, Ralf als Designer und Martin und ich als Konzepter. Spannend war, dass wir in einem komplett virtuellen Team zusammengearbeitet haben und uns nur zu den organisierten Workshops getroffen haben. Dazu stand uns eine Ning-Plattform zur Verfügung, wovon wir hauptsächlich das Forum zur Diskussion von allgemeinen Themen verwendet haben. Dateien haben wir über box.net ausgetauscht, aber abgesehen davon erwies sich die persönliche Kommunikation über Skype oder Handy am effektivsten. Kein Online Tool konnte uns so gut unterstützen – das einfachste war (oft stundenlang) abends zu telefonieren.

Das Ergebnis

Alle Gruppen hatten tolle Ideen – ich muss sagen: Ich mag alle Ansätze, die in diesem Programm entwickelt wurden – Audioriver von der Gruppe Orange und Urban Golf der Gruppe Grün und unsere eigene Idee – TheConferenceApp. Unsere App wurde am finalen Workshop zum ersten Mal getestet und heiß diskutiert. Technisch haben Johannes und Norbert schon einmal gut vorgelegt, die Nutzerführung und Usability muss aber noch einmal richtig überprüft und überarbeitet werden. Fest steht aber – wir alle möchten weitermachen. Es wäre zu schade, wenn das Mobilers Programm jetzt endet und damit die Ideen zur Seite gelegt werde. Hier werden die nächsten Wochen zeigen, wie wir unsere App weiterentwickeln und vor allem, wie und wann man die App dann auch tatsächlich auf Konferenzen einsetzen kann.

Das Programm

Was soll ich sagen – super war es! Für Samsung war es sicherlich aufregend, uns mit Smartphones auszustatten und sich unserer Kritik zu stellen. Aber ich hoffe, wir konnten Impulse und Ideen liefern. Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht, in dieser Zeit quasi als kleiner Think Tank zu agieren und Ideen zu entwickeln. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich trotzdem: Obwohl ich die entstandenen Applikationen super finde – ein bisschen schade ist es schon, dass wir uns sofort auf die Software-Ebene begeben haben. Gerade die erste Marktforschungsphase hat mir sehr viel Spaß gemacht. Dabei hat sich gezeigt, dass viele Leute großes Interesse an den Funktionalitäten haben, die Smartphones bieten. Aber sie wissen häufig nicht, ob ihr Handy das überhaupt kann, bzw. wie das funktioniert. Hier macht z.B. das iPhone mit der Werbung, die die verschiedenen Applikationen zeigt, einiges richtig. Ich hätte es spannend gefunden, diese Fragestellung im Mobilers Programm weiter zu bearbeiten – wie kann ein Hersteller wie Samsung, die Kunden stärker an die User Experience und den Funktionsreichtum der Smartphones heranführen? Die technischen Daten sind für viele User kryptisch und spielen nur eine untergeordnete Rolle. Aber vielleicht wäre das ein Punkt, der in einem zukünftigen Mobilers Durchgang bearbeitet werden kann.

Soweit mein erster Rückblick – was heißt Rückblick. Eigentlich stecke ich ja noch mittendrin, TheConferenceApp wird weiterentwickelt und der Workshop in Korea steht auch noch bevor. Ich werde weiter berichten.

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The ConferenceApp – Erste Screenshots

14. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Ich habe ja bereits über unsere Idee einer Konferenz-Applikation berichtet. Jetzt gibt es auch erste Screenshots zu sehen – auf unserer Website könnt ihr mehr über die Applikation erfahren.

Hier schonmal zwei Screenshots. Noch sieht man nicht viel, wie sich das Ganze für den Nutzer anfühlen wird, aber ein erster Eindruck von der Struktur ist gegeben:

Etwas mehr sieht man in einem kurzen Video, das Johannes – einer unserer Entwickler – gedreht  hat:

Das Mobilers Projekt ist sehr eng ausgelegt – spannend und aufregend, aber es bleibt kaum Zeit, um eine Idee auch mal in Ruhe sacken oder wachsen zu lassen. Dafür haben wir viele Funktionen und Features identifiziert die in der Applikation berücksichtigt werden sollen. Diese wurden auch über unsere GoogleWave und die Diskussionen auf oder nach dem Barcamp Mainz noch ergänzt.

Geht man die Featurewünsche durch, dann ergeben sich zwei deutliche Cluster. Einmal die Teilnehmer und zum anderen die Veranstaltungen.

Funktionen rund um die Teilnehmer können beispielsweise sein:
- Teilnehmerliste der Konferenz einsehen
- herausfinden, wo sich ein Teilnehmer gerade befindet
- einem Teilnehmer eine Kurznachricht schreiben
- Kontaktdaten mit einem Teilnehmer austauschen
- mich alarmieren lassen, wenn sich ein bestimmter Teilnehmer in meiner Nähe befindet.
- den Status (beschäftigt / zu einem Gespräch bereit / etc.) eines Teilnehmers herausfinden.

Funktionen rund um die Veranstaltungen können sein:
- Veranstaltungsprogramm einsehen
- Herausfinden, welche Veranstaltung als nächstes startet
- Herausfinden, welche Teilnehmer diese Veranstaltung besuchen
- Herausfinden, welche Veranstaltung in dem Raum, in dem ich mich gerade befinde, stattfindet.

So bot es sich an, diese beiden Cluster in die Hauptnavigation mit aufzunehmen.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass ich mein eigenes Kontaktprofil und meinen Status einstellen kann. Besonders wichtig erschien uns ein Screen, der Benachrichtigungen und aktuelle Meldungen enthält. Daher haben wir diesen als ersten Reiter in die Navigation aufgenommen.

Das ist die grobe Informationsarchitektur der Applikation. Der nächste Schritt ist eine Gewichtung der Funktionen aus der wir dann entscheiden, welche wir in der ersten Ausbaustufe realisieren. Dazu bekommen wir hoffentlich in der gerade laufenden Marketing-/Testphase noch viel Feedback.

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Erster Eindruck vom Samsung Galaxy Spica

13. Dezember 2009 · 2 Kommentare

Nachdem ich und meine Kollegen bei den Mobilers vom Samsung Galaxy etwas enttäuscht waren, haben wir jetzt das Samsung Galaxy Spica zum Testen bekommen.

Meinen ersten Eindruck beim Auspacken habe ich gleich auf Video festgehalten. Ja, es war leider nicht der beste. Beim Galaxy fand ich es schön, dass man den Karton geöffnet hat und sofort das Handy (und erstmal nur das Gerät) gesehen hat. Apple macht es mit dem iPhone auch so – da macht die Verpackung Spaß und man freut sich, wenn man das Gerät auspackt. Ich finde das auch sehr wichtig – in der Regel kauft man sich selten ein Handy (also wahrscheinlich alle zwei Jahre wenn der Vertrag ausläuft) und es ist schön, wenn ein teures Gerät angemessen verpackt ist. Beim Spica ist das leider nicht der Fall und es wirkt einfach extrem billig.

Bei der Inbetriebnahme und den ersten Schritten sind mir nur kleine Unterschiede zum Galaxy aufgefallen. Im Großen und Ganzen fühlt sich das Gerät ähnlich an. Drei Verbesserungen gibt es aber für mich:

1. Akkulaufzeit: Ich habe es nicht gemessen, aber gefühlt hält der Akku beim Spica länger als beim Galaxy. Ich habe am ersten Tag viel mit dem Spica gespielt – nicht telefoniert, aber viele Apps installiert und im Web gesurft. Am nächsten Tag hat der Akku noch bis zum späten Nachmittag gehalten. Beim Galaxy habe ich ja entsetzt feststellen müssen, dass der Akku in der Regel nicht länger als einen Tag hält.

2. Home Button: Der ist jetzt deutlich zu erkennen und auch durch das Home-Icon nicht mit anderen Funktionen zu verwechseln. Beim Galaxy hatte ich den Button erst gefunden, nachdem ihn ein Samsung Mitarbeiter in seiner Präsentation markiert hatte. Da hatte ich das Handy aber schon eine Viertelstunde in der Hand.

3. Web-Button: Links – symmetrisch zum Home Button gibt es jetzt einen neuen Button. Drücke ich auf ihn, wenn ich mich im Browser befinde, dann öffnet sich direkt die URL-Eingabeleiste. Somit sind die zwei Schritte, die ich beim Galaxy gehen muss (Menü > Los) in einen verschmolzen. Wenn sich jetzt noch gleichzeitig die Tastatur öffnen würde…

Alles in allem – mein erster Eindruck ist positiv.

→ 2 KommentareKategorien: Mobile
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Ideen und Feedback für unsere Konferenz Applikation gesucht.

5. Dezember 2009 · 4 Kommentare

Auf dem Barcamp in Mainz haben wir – die Gruppe Blau der Samsung Mobilers – unsere Ideen für Applikationen vorgestellt, die sich Techniken zu Indoor Navigation zu Nutze machen. Die Idee der Konferenz-Applikation möchten wir gerne weiter verfolgen.

Die Applikation zeigt mir auf einer Konferenz die Veranstaltungen und die Teilnehmer. Ich habe also alles, was ich für einen Konferenzbesuch brauche, auf meinem Mobiltelefon. Der Mehrwert unserer App entsteht dadurch, dass meine Position gesendet werden kann und andere Teilnehmer sehen können, wo ich mich befinde – und natürlich auch umgekehrt.

Ich lese häufig auf Konferenzlisten Menschen, deren Blogs ich lese, aber ich weiß nicht wie sie aussehen. Mit Hilfe dieser App könnte ich sie finden, oder mich benachrichtigen lassen, wenn sie neben mir stehen. Das fände ich persönlich den wertvollsten Use Case. Weitere denkbare Funktionen sind:

- Die Applikation kann mir anzeigen, welche Veranstaltung hinter einer geschlossenen Tür läuft. Dies kann besonders auf Messen oder größeren Konferenzen mit mehreren Tracks wertvoll sein.

- Verfügbarkeitsstatus einstellen, ähnlich wie bei Skype: “Feel free to talk to me”, “busy” oder “hide” wären denkbar.

- Auch das Prinzip “Statusnachricht”, das man aus Facebook etc. kennt, könnte übernommen werden. So kann ich beispielsweise signalisieren, dass ich mich zu einem bestimmten Thema unterhalten möchte.

- Nachrichtenversand. Direkt in die App kann ein Kurznachrichtenversand integriert werden. Alternativ und wahrscheinlich bei vielen Veranstaltungen hilfreicher ist eine Twitter-Integration. Wenn ich meinen Twitter-Namen mit meinem Profil in der App verknüpfe, kann ich dann die entsprechenden Leute auch finden.

Jetzt ist Feedback hilfreich: Wie findet ihr die Idee? Würdet ihr eine solche Applikation nutzen? Wärt ihr auch bereit, dafür zu bezahlen? Welche Funktionen fehlen? Wir freuen uns auf eure Meinungen! Gerne hier in den Kommentaren oder auch über unsere GoogleWave.

→ 4 KommentareKategorien: Mobilers
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Unterwegs auf dem Barcamp Mainz

30. November 2009 · 1 Kommentar

Mein Fazit: Super war’s! Top organisiert, sehr inspirierende Sessions und haufenweise spannende und interessante Leute, von alten Bekannten bis neuen Gesichtern. Auch wenn ich mir morgens beim Weckerklingeln kurz gedacht habe, dass ich doch total bescheuert bin, am Wochenende um 7 Uhr aufzustehen, um mich in einen Hörsaal zu setzen. Aber ich hatte gehofft, dass es sich lohnen wird und ich wurde nicht enttäuscht.

Vor ungefähr einem Jahr noch hätte ich das Barcamp mit dem Vorsatz besucht, möglichst viel über Tools und Methoden zu erfahren und mich mit anderen Leuten auszutauschen, wie bestimmte Dinge bei ihnen in der Agentur gemacht werden oder wie sie an bestimmte Projekte herangehen. Mittlerweile hat sich hier mein Fokus etwas verschoben und ich gehe lieber in Sessions, die sich mit Meta-Themen, “big ideas” oder Innovationen beschäftigen. Und ich wurde bei diesem Barcamp nicht enttäuscht – die Sessions, die ich besucht habe, waren ausnahmslos sehr gut vorbereitet und toll vorgetragen. Auch die Diskussionen waren auf jeden Fall lohnenswert. Ich werde hier jetzt nicht auf die Sessions im Einzelnen eingehen, aber besonders gut fand ich “It’s all about human beings” von Tom Klose und “What if the price of machines that think is people who don’t” von Hendrik Sommerfeldt. Daneben sind mir aber auch noch die Sessions zu “Was IA und UX von Spielen lernen kann” und “Einführung von Wikis” im Gedächtnis geblieben. Besonders von ersterer habe ich einige Inspirationen für meine Arbeit mitgenommen.

Dann habe ich mit meinen Kollegen vom Mobilers Team Blau auch eine Session vorbereitet. Zunächst hat Sven die Mobilers Aktion vorgestellt und dann hat Johannes das erste Ergebnis unserer bisherigen Arbeit präsentiert. Ausgehend von unserer These “Das Smartphone ist für die Nutzer ihr persönlicher digitaler Assistent” haben wir ein grobes Konzept entwickelt, dass diese These unterstützt. Wir haben uns dazu Möglichkeiten zur Indoor Navigation angesehen und zwei Ansätze entwickelt, für die man dies anwenden kann – einen Museumsguide, der einem standortbezogen Informationen per Augmented Reality zu den Exponaten anzeigt und auf der anderen Seite eine Konferenzapplikation, über die ich mich mit anderen Leuten vernetzen kann, die sich beispielsweise im gleichen Raum aufhalten. Unsere Session war sehr gut besucht (was mich total gefreut hat – vielen Dank für die tolle Beteiligung) und die Diskussion war sehr interessant und extrem hilfreich. Als Fazit habe ich für mich gezogen, dass beide Ansätze für die Benutzer interessant sind und sich hier noch viele weitere Anwendungsfälle eignen. Die technische Umsetzung wird dafür noch eine Herausforderung werden. Aber auch hierfür haben wir aus der Diskussion wertvolle Impulse bekommen. Wer über dieses Thema mit uns weiter diskutieren möchte, der kann sich gerne in unsere GoogleWave einklinken.

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Google Chrome OS

23. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Das ist also das lange angekündigte Google Chrome OS:

Chrome OS beseitigt die Unterschiede zwischen dem lokalen Arbeitsplatz und der Cloud. Über das Internet hat ein Nutzer Zugriff auf Mails, Social Networks, Programme, Spiele und vieles mehr. Für viele Nutzer ist dies auch ausreichend, denn auch ich befinde mich – wenn ich keine Spezialprogramme verwende – eigentlich immer im Netz. Warum also noch ein lokaler Speicher, wenn ich alles auch online ablegen kann und immer Zugriff darauf habe? Sicherheitsaspekte einmal dahingestellt. Die Vorteile sind doch vorhanden und der Trend geht ohnehin zum Cloud Computing.

Spannend fand ich außerdem diese Meldung von Heise heute: Google Chrome OS und Android wachsen zusammen. Da bin ich mal gespannt, wie das in der Praxis aussehen wird. Während ich mich bei Chrome OS quasi immer in der Cloud befinde, geht Android ja den Weg, dass ich mein Smartphone mit Hilfe von Applikationen aus dem Market zu dem genau dem Telefon mache, das perfekt auf meine Bedürfnisse passt. Aber hier würde gelten – auf alles was sich in der Cloud befindet, kann ich auch von unterwegs zugreifen, sprich – ich kann alles, was ich zuhause am Rechner mache auch unterwegs tun. Hier sehe ich jedoch die Herausforderung, dass ein Smartphone nicht die Interaktions- und Eingabemechanismen mit sich bringt, die ich für bestimmte Tätigkeiten definitiv brauche. Meine Präsentationen würde ich aktuell definitiv nicht gerne auf dem Handy bearbeiten.

Zurück zu Chrome OS. Hier eine ganz gute Demo:

Die Tab/Panel-Systematik stelle ich mir aber im täglichen Gebrauch etwas nervig vor. Beispielsweise wenn Programme minimiert werden, die eigentlich viel Platz brauchen, z.B. wenn man gleichzeitig fernsehen und im Netz surfen will. Sind Tabs und Panels eigentlich austauschbar, also kann der Nutzer das konfigurieren, was wo aufgemacht wird?

Grundsätzlich sieht das was ich bisher gesehen habe ganz gut aus – schnell und ohne große Lernkurve benutzbar. Ob ich es benutzen würde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht.

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Taschenbegleiter von roterfaden

21. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Ich rede ja immer begeistert über Dinge, die mir richtig gut gefallen – hier also für alle, die für Notizbuchfans ein Weihnachtsgeschenk suchen mein Geschenketipp: Der Taschenbegleiter von roterfaden.

Das ist der Taschenbegleiter:

- Über das Klammersystem lassen sich verschiedene Notizbücker in verschiedenen Größen einheften. Ich habe immer ein normales Blanko-Notizbuch und ein Skizzenheft dabei.

- Wenn ich mal zuhause, in der Arbeit oder unterwegs Notizen auf A4 Blättern mache, kann ich die auch einfach dazuheften.

- Mein Freund packt sogar ein ganzes Buch mit rein und verwendet die Klammern als Lesezeichen

- Superpraktisch ist die Tasche vorne, da passen Tickets, Bordkarten, Fotos und Kram rein.

- Das Material fühlt sich gut an und ist sehr robust – ich trage meinen seit einem Jahr ständig in meiner Handtasche herum und außer ein paar Fahrern sieht man keine gröberen Gebrauchsspuren.

Das Ganze ist 2006 aus einer Diplomarbeit entstanden und soweit ich das verfolgen konnte seitdem gewachsen und hat ein größeres Sortiment bekommen. Farbe, Material und Aufbau der Taschen kann jeder selbst konfigurieren. Die Hefte (sind leider meiner Meinung nach etwas dünn) kann man dann über den Online Shop von roterfaden bestellen oder bei den Partnern, also in schönen Papier- und Schreibwarenläden kaufen.

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Einheitsbrei ist online

20. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Ich surfe gerade seit Stunden auf einheits-brei und bin gefesselt.  Viele kurzweilige Geschichten und es gibt einiges zu entdecken. Die Seite ist heute online gegangen und ich gratuliere schonmal: Sehr schönes Projekt!

Einheitsbrei – ein Magazin zu 20 Jahren Mauerfall – wird gemacht von Volontären der EMS Potsdam. Hier sind Geschichten aus 20 Jahren in Deutschland zusammengetragen – süße, bittere, leckere, würzige. So schmeckt der Einheitsbrei.

Wer mehr erfahren will und mitdiskutieren möchte – auf Twitter und Facebook ist einheitsbrei auch vertreten.

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