Unterwegs Querweb

The ConferenceApp – Erste Screenshots

14. Dezember 2009 · Kommentar schreiben

Ich habe ja bereits über unsere Idee einer Konferenz-Applikation berichtet. Jetzt gibt es auch erste Screenshots zu sehen – auf unserer Website könnt ihr mehr über die Applikation erfahren.

Hier schonmal zwei Screenshots. Noch sieht man nicht viel, wie sich das Ganze für den Nutzer anfühlen wird, aber ein erster Eindruck von der Struktur ist gegeben:

Etwas mehr sieht man in einem kurzen Video, das Johannes – einer unserer Entwickler – gedreht  hat:

Das Mobilers Projekt ist sehr eng ausgelegt – spannend und aufregend, aber es bleibt kaum Zeit, um eine Idee auch mal in Ruhe sacken oder wachsen zu lassen. Dafür haben wir viele Funktionen und Features identifiziert die in der Applikation berücksichtigt werden sollen. Diese wurden auch über unsere GoogleWave und die Diskussionen auf oder nach dem Barcamp Mainz noch ergänzt.

Geht man die Featurewünsche durch, dann ergeben sich zwei deutliche Cluster. Einmal die Teilnehmer und zum anderen die Veranstaltungen.

Funktionen rund um die Teilnehmer können beispielsweise sein:
- Teilnehmerliste der Konferenz einsehen
- herausfinden, wo sich ein Teilnehmer gerade befindet
- einem Teilnehmer eine Kurznachricht schreiben
- Kontaktdaten mit einem Teilnehmer austauschen
- mich alarmieren lassen, wenn sich ein bestimmter Teilnehmer in meiner Nähe befindet.
- den Status (beschäftigt / zu einem Gespräch bereit / etc.) eines Teilnehmers herausfinden.

Funktionen rund um die Veranstaltungen können sein:
- Veranstaltungsprogramm einsehen
- Herausfinden, welche Veranstaltung als nächstes startet
- Herausfinden, welche Teilnehmer diese Veranstaltung besuchen
- Herausfinden, welche Veranstaltung in dem Raum, in dem ich mich gerade befinde, stattfindet.

So bot es sich an, diese beiden Cluster in die Hauptnavigation mit aufzunehmen.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass ich mein eigenes Kontaktprofil und meinen Status einstellen kann. Besonders wichtig erschien uns ein Screen, der Benachrichtigungen und aktuelle Meldungen enthält. Daher haben wir diesen als ersten Reiter in die Navigation aufgenommen.

Das ist die grobe Informationsarchitektur der Applikation. Der nächste Schritt ist eine Gewichtung der Funktionen aus der wir dann entscheiden, welche wir in der ersten Ausbaustufe realisieren. Dazu bekommen wir hoffentlich in der gerade laufenden Marketing-/Testphase noch viel Feedback.

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Erster Eindruck vom Samsung Galaxy Spica

13. Dezember 2009 · 2 Kommentare

Nachdem ich und meine Kollegen bei den Mobilers vom Samsung Galaxy etwas enttäuscht waren, haben wir jetzt das Samsung Galaxy Spica zum Testen bekommen.

Meinen ersten Eindruck beim Auspacken habe ich gleich auf Video festgehalten. Ja, es war leider nicht der beste. Beim Galaxy fand ich es schön, dass man den Karton geöffnet hat und sofort das Handy (und erstmal nur das Gerät) gesehen hat. Apple macht es mit dem iPhone auch so – da macht die Verpackung Spaß und man freut sich, wenn man das Gerät auspackt. Ich finde das auch sehr wichtig – in der Regel kauft man sich selten ein Handy (also wahrscheinlich alle zwei Jahre wenn der Vertrag ausläuft) und es ist schön, wenn ein teures Gerät angemessen verpackt ist. Beim Spica ist das leider nicht der Fall und es wirkt einfach extrem billig.

Bei der Inbetriebnahme und den ersten Schritten sind mir nur kleine Unterschiede zum Galaxy aufgefallen. Im Großen und Ganzen fühlt sich das Gerät ähnlich an. Drei Verbesserungen gibt es aber für mich:

1. Akkulaufzeit: Ich habe es nicht gemessen, aber gefühlt hält der Akku beim Spica länger als beim Galaxy. Ich habe am ersten Tag viel mit dem Spica gespielt – nicht telefoniert, aber viele Apps installiert und im Web gesurft. Am nächsten Tag hat der Akku noch bis zum späten Nachmittag gehalten. Beim Galaxy habe ich ja entsetzt feststellen müssen, dass der Akku in der Regel nicht länger als einen Tag hält.

2. Home Button: Der ist jetzt deutlich zu erkennen und auch durch das Home-Icon nicht mit anderen Funktionen zu verwechseln. Beim Galaxy hatte ich den Button erst gefunden, nachdem ihn ein Samsung Mitarbeiter in seiner Präsentation markiert hatte. Da hatte ich das Handy aber schon eine Viertelstunde in der Hand.

3. Web-Button: Links – symmetrisch zum Home Button gibt es jetzt einen neuen Button. Drücke ich auf ihn, wenn ich mich im Browser befinde, dann öffnet sich direkt die URL-Eingabeleiste. Somit sind die zwei Schritte, die ich beim Galaxy gehen muss (Menü > Los) in einen verschmolzen. Wenn sich jetzt noch gleichzeitig die Tastatur öffnen würde…

Alles in allem – mein erster Eindruck ist positiv.

→ 2 KommentareKategorien: Mobile
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Ideen und Feedback für unsere Konferenz Applikation gesucht.

5. Dezember 2009 · 4 Kommentare

Auf dem Barcamp in Mainz haben wir – die Gruppe Blau der Samsung Mobilers – unsere Ideen für Applikationen vorgestellt, die sich Techniken zu Indoor Navigation zu Nutze machen. Die Idee der Konferenz-Applikation möchten wir gerne weiter verfolgen.

Die Applikation zeigt mir auf einer Konferenz die Veranstaltungen und die Teilnehmer. Ich habe also alles, was ich für einen Konferenzbesuch brauche, auf meinem Mobiltelefon. Der Mehrwert unserer App entsteht dadurch, dass meine Position gesendet werden kann und andere Teilnehmer sehen können, wo ich mich befinde – und natürlich auch umgekehrt.

Ich lese häufig auf Konferenzlisten Menschen, deren Blogs ich lese, aber ich weiß nicht wie sie aussehen. Mit Hilfe dieser App könnte ich sie finden, oder mich benachrichtigen lassen, wenn sie neben mir stehen. Das fände ich persönlich den wertvollsten Use Case. Weitere denkbare Funktionen sind:

- Die Applikation kann mir anzeigen, welche Veranstaltung hinter einer geschlossenen Tür läuft. Dies kann besonders auf Messen oder größeren Konferenzen mit mehreren Tracks wertvoll sein.

- Verfügbarkeitsstatus einstellen, ähnlich wie bei Skype: „Feel free to talk to me“, „busy“ oder „hide“ wären denkbar.

- Auch das Prinzip „Statusnachricht“, das man aus Facebook etc. kennt, könnte übernommen werden. So kann ich beispielsweise signalisieren, dass ich mich zu einem bestimmten Thema unterhalten möchte.

- Nachrichtenversand. Direkt in die App kann ein Kurznachrichtenversand integriert werden. Alternativ und wahrscheinlich bei vielen Veranstaltungen hilfreicher ist eine Twitter-Integration. Wenn ich meinen Twitter-Namen mit meinem Profil in der App verknüpfe, kann ich dann die entsprechenden Leute auch finden.

Jetzt ist Feedback hilfreich: Wie findet ihr die Idee? Würdet ihr eine solche Applikation nutzen? Wärt ihr auch bereit, dafür zu bezahlen? Welche Funktionen fehlen? Wir freuen uns auf eure Meinungen! Gerne hier in den Kommentaren oder auch über unsere GoogleWave.

→ 4 KommentareKategorien: Mobilers
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Unterwegs auf dem Barcamp Mainz

30. November 2009 · 1 Kommentar

Mein Fazit: Super war’s! Top organisiert, sehr inspirierende Sessions und haufenweise spannende und interessante Leute, von alten Bekannten bis neuen Gesichtern. Auch wenn ich mir morgens beim Weckerklingeln kurz gedacht habe, dass ich doch total bescheuert bin, am Wochenende um 7 Uhr aufzustehen, um mich in einen Hörsaal zu setzen. Aber ich hatte gehofft, dass es sich lohnen wird und ich wurde nicht enttäuscht.

Vor ungefähr einem Jahr noch hätte ich das Barcamp mit dem Vorsatz besucht, möglichst viel über Tools und Methoden zu erfahren und mich mit anderen Leuten auszutauschen, wie bestimmte Dinge bei ihnen in der Agentur gemacht werden oder wie sie an bestimmte Projekte herangehen. Mittlerweile hat sich hier mein Fokus etwas verschoben und ich gehe lieber in Sessions, die sich mit Meta-Themen, „big ideas“ oder Innovationen beschäftigen. Und ich wurde bei diesem Barcamp nicht enttäuscht – die Sessions, die ich besucht habe, waren ausnahmslos sehr gut vorbereitet und toll vorgetragen. Auch die Diskussionen waren auf jeden Fall lohnenswert. Ich werde hier jetzt nicht auf die Sessions im Einzelnen eingehen, aber besonders gut fand ich „It’s all about human beings“ von Tom Klose und „What if the price of machines that think is people who don’t“ von Hendrik Sommerfeldt. Daneben sind mir aber auch noch die Sessions zu „Was IA und UX von Spielen lernen kann“ und „Einführung von Wikis“ im Gedächtnis geblieben. Besonders von ersterer habe ich einige Inspirationen für meine Arbeit mitgenommen.

Dann habe ich mit meinen Kollegen vom Mobilers Team Blau auch eine Session vorbereitet. Zunächst hat Sven die Mobilers Aktion vorgestellt und dann hat Johannes das erste Ergebnis unserer bisherigen Arbeit präsentiert. Ausgehend von unserer These „Das Smartphone ist für die Nutzer ihr persönlicher digitaler Assistent“ haben wir ein grobes Konzept entwickelt, dass diese These unterstützt. Wir haben uns dazu Möglichkeiten zur Indoor Navigation angesehen und zwei Ansätze entwickelt, für die man dies anwenden kann – einen Museumsguide, der einem standortbezogen Informationen per Augmented Reality zu den Exponaten anzeigt und auf der anderen Seite eine Konferenzapplikation, über die ich mich mit anderen Leuten vernetzen kann, die sich beispielsweise im gleichen Raum aufhalten. Unsere Session war sehr gut besucht (was mich total gefreut hat – vielen Dank für die tolle Beteiligung) und die Diskussion war sehr interessant und extrem hilfreich. Als Fazit habe ich für mich gezogen, dass beide Ansätze für die Benutzer interessant sind und sich hier noch viele weitere Anwendungsfälle eignen. Die technische Umsetzung wird dafür noch eine Herausforderung werden. Aber auch hierfür haben wir aus der Diskussion wertvolle Impulse bekommen. Wer über dieses Thema mit uns weiter diskutieren möchte, der kann sich gerne in unsere GoogleWave einklinken.

→ 1 KommentarKategorien: Veranstaltung
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Google Chrome OS

23. November 2009 · Kommentar schreiben

Das ist also das lange angekündigte Google Chrome OS:

Chrome OS beseitigt die Unterschiede zwischen dem lokalen Arbeitsplatz und der Cloud. Über das Internet hat ein Nutzer Zugriff auf Mails, Social Networks, Programme, Spiele und vieles mehr. Für viele Nutzer ist dies auch ausreichend, denn auch ich befinde mich – wenn ich keine Spezialprogramme verwende – eigentlich immer im Netz. Warum also noch ein lokaler Speicher, wenn ich alles auch online ablegen kann und immer Zugriff darauf habe? Sicherheitsaspekte einmal dahingestellt. Die Vorteile sind doch vorhanden und der Trend geht ohnehin zum Cloud Computing.

Spannend fand ich außerdem diese Meldung von Heise heute: Google Chrome OS und Android wachsen zusammen. Da bin ich mal gespannt, wie das in der Praxis aussehen wird. Während ich mich bei Chrome OS quasi immer in der Cloud befinde, geht Android ja den Weg, dass ich mein Smartphone mit Hilfe von Applikationen aus dem Market zu dem genau dem Telefon mache, das perfekt auf meine Bedürfnisse passt. Aber hier würde gelten – auf alles was sich in der Cloud befindet, kann ich auch von unterwegs zugreifen, sprich – ich kann alles, was ich zuhause am Rechner mache auch unterwegs tun. Hier sehe ich jedoch die Herausforderung, dass ein Smartphone nicht die Interaktions- und Eingabemechanismen mit sich bringt, die ich für bestimmte Tätigkeiten definitiv brauche. Meine Präsentationen würde ich aktuell definitiv nicht gerne auf dem Handy bearbeiten.

Zurück zu Chrome OS. Hier eine ganz gute Demo:

Die Tab/Panel-Systematik stelle ich mir aber im täglichen Gebrauch etwas nervig vor. Beispielsweise wenn Programme minimiert werden, die eigentlich viel Platz brauchen, z.B. wenn man gleichzeitig fernsehen und im Netz surfen will. Sind Tabs und Panels eigentlich austauschbar, also kann der Nutzer das konfigurieren, was wo aufgemacht wird?

Grundsätzlich sieht das was ich bisher gesehen habe ganz gut aus – schnell und ohne große Lernkurve benutzbar. Ob ich es benutzen würde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht.

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Taschenbegleiter von roterfaden

21. November 2009 · Kommentar schreiben

Ich rede ja immer begeistert über Dinge, die mir richtig gut gefallen – hier also für alle, die für Notizbuchfans ein Weihnachtsgeschenk suchen mein Geschenketipp: Der Taschenbegleiter von roterfaden.

Das ist der Taschenbegleiter:

- Über das Klammersystem lassen sich verschiedene Notizbücker in verschiedenen Größen einheften. Ich habe immer ein normales Blanko-Notizbuch und ein Skizzenheft dabei.

- Wenn ich mal zuhause, in der Arbeit oder unterwegs Notizen auf A4 Blättern mache, kann ich die auch einfach dazuheften.

- Mein Freund packt sogar ein ganzes Buch mit rein und verwendet die Klammern als Lesezeichen

- Superpraktisch ist die Tasche vorne, da passen Tickets, Bordkarten, Fotos und Kram rein.

- Das Material fühlt sich gut an und ist sehr robust – ich trage meinen seit einem Jahr ständig in meiner Handtasche herum und außer ein paar Fahrern sieht man keine gröberen Gebrauchsspuren.

Das Ganze ist 2006 aus einer Diplomarbeit entstanden und soweit ich das verfolgen konnte seitdem gewachsen und hat ein größeres Sortiment bekommen. Farbe, Material und Aufbau der Taschen kann jeder selbst konfigurieren. Die Hefte (sind leider meiner Meinung nach etwas dünn) kann man dann über den Online Shop von roterfaden bestellen oder bei den Partnern, also in schönen Papier- und Schreibwarenläden kaufen.

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Einheitsbrei ist online

20. November 2009 · Kommentar schreiben

Ich surfe gerade seit Stunden auf einheits-brei und bin gefesselt.  Viele kurzweilige Geschichten und es gibt einiges zu entdecken. Die Seite ist heute online gegangen und ich gratuliere schonmal: Sehr schönes Projekt!

Einheitsbrei – ein Magazin zu 20 Jahren Mauerfall – wird gemacht von Volontären der EMS Potsdam. Hier sind Geschichten aus 20 Jahren in Deutschland zusammengetragen – süße, bittere, leckere, würzige. So schmeckt der Einheitsbrei.

Wer mehr erfahren will und mitdiskutieren möchte – auf Twitter und Facebook ist einheitsbrei auch vertreten.

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Access – eine neue Metapher für Smartphone Interfaces?

18. November 2009 · Kommentar schreiben

Wieder einmal inspiriert durch die Arbeit am Mobilers-Projekt, habe ich über das Konzept „Zugang“ nachgedacht. Wie sich in der ersten Phase herauskristallisiert hat, entwickelt sich das Smartphone hin zu einem persönlichen digitalen Assistenten. In diesem Satz ist „persönlich“ wichtig – über mein Smartphone habe ich Zugriff auf hochpersonalisierte Informationen – und nur ich. Niemand außer mir selbst bedient in der Regel mein Smartphone.

Eine Idee, die von mehreren Teilnehmern genannt wurde war, dass das Smartphone auch eine Schließfunktion haben könnte, dass ich damit Türen öffnen kann. Schaut man mal nach, welche Karten man mit  sich herumträgt, dann sind hier ein paar Zugangskarten dabei, z.B. für das Bürogebäude oder für die Car-Sharing Autos. Diese funktionieren durch RFID Chips – mit der genauen technischen Funktionsweise kenne ich mich jetzt nicht aus, aber ich denke, dass es nicht unbedingt Zukunftsmusik ist, dass ein Smartphone diese Signale senden kann.

Das Konzept Zugang lässt sich dann aber weiter übertragen, indem man es nicht unbedingt wörtlich als Zugang zu Türen versteht, sondern auch auf andere persönliche Dinge. Über meine EC-Karte habe ich am Bankautomaten Zugang zu Geld. Über Augmented Reality habe ich Zugang zu Informationen. Über meine Krankenkassenkarte habe ich Zugang zu medizinischen Leistungen. Diese Liste lässt sich beliebig fortführen, hier gibt es dutzend Fälle.

Warum also nicht alles in einer App / in einem Interface abbilden? Ihr Zugang zu: Facebook, Wohnung, GMail. Eigentlich ganz charmant, wenn man nicht zwischen virtuellen und realen Zugängen unterscheidet.

Im Prinzip ist dies aber keine Idee für eine App, denn diese müsste die anderen Apps ablösen, sondern ein komplettes Interface.

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Die erste Phase bei Mobilers ist um…

10. November 2009 · Kommentar schreiben

Gestern endete die erste Phase „Market Research“ bei den Samsung Mobilers mit einer kleinen Abschlusspräsentation. Neben den vielen Daten, die meine Gruppe in dieser Phase durch verschiedene Methoden gesammelt hat, war meine persönlich wichtigste Erkenntnis aus dem Fragebogen und den Interviews:

Das Mobiltelefon ist privater Raum

Das kam relativ deutlich heraus. Und es widerspricht der Botschaft, mit der uns das Produkt Handy und Mobilfunk von vielen Anbietern häufig verkauft wird. Das Handy als Lifestyle Artikel, mit dem ich ständig online sein kann, mich in Social Networks mit Freunden austauschen kann, meine Erlebnisse unterwegs fotografieren und auf Video aufnehmen kann und diese dann sofort online zur Verfügung stellen. Vielmehr ist auf dem Mobiltelefon die One-to-one Kommunikation vorherrschend – Telefonieren und SMS schreiben mit nur einer Person. Wichtig sind weiterhin die Kontaktverwaltung, Kalender, Aufgabenverwaltung. Vielleicht sollten wir also weniger in Richtung Social Lifestyle denken, sondern Smartphones eher als persönlichen Assistenten betrachten, der – dadurch dass Dinge wie Kontaktadressen, Termine, Mails und Einstellungen bekannt sind – richtig smart auf die Bedürfnisse des Nutzers reagieren kann.

Richtige Business-Anwendungen sind vor allem auf dem Android Markt (noch) rar, hier wird vor allem der Blackberry bevorzugt. Außerdem eignen sich Smartphone aufgrund der beschränkten Eingabemöglichkeiten noch nicht zum produktiven Arbeiten. Dabei wäre es allerdings von einigen Teilnehmern durchaus erwünscht, dass sie unterwegs nicht unbedingt immer ihren Laptop mit sich führen müssen, sondern nur ihr Smartphone zum Arbeiten unterwegs verwenden können. Und könnte man das Smartphone direkt an einen Beamer anschließen und so präsentieren und hätte man z.B. eine Tastaturprojektion, die einem 10-Finger-Schreiben ermöglicht, dann wäre das für viele Nutzer bereits vollkommen ausreichend.

Jetzt bin ich gespannt, was in der zweiten Phase auf uns zukommt und wie wir die gewonnenen Erkenntnisse umsetzen können. Ein erstes Ergebnis wird voraussichtlich auf dem Barcamp in Mainz am 28. und 29. November zu sehen sein. Auf jeden Fall sind die Mobilers dort auch vor Ort und freuen sich auf Input, Feedback und spannende Diskussionen.

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Microsoft Courier – Multimedia und Produktivität kombiniert

5. November 2009 · Kommentar schreiben

Auf Gizmodo habe ich heute einen weiteren Artikel zu Microsoft Courier – einem digitalen Booklet – gefunden, der ein paar mehr Details verrät. Ich muss sagen, alles was ich bisher gesehen habe, begeistert mich sehr. Für mich als Notizbuch-Liebhaberin ist die Booklet-Form absolut überzeugend.

Besonders spannend finde ich die gemischte Interaktion aus Stift und Multitouch Oberfläche. Momentan recherchiere ich ja viel für das Samsung Mobilers Projekt und bei vielen Interviews kam immer wieder das Thema Hardware Tastatur vs. Touchscreen hoch.

Multitouch, wie beim iPhone, eignet sich prima zum Browsen, für Bilder, Videos, Twitter, Spiele, Apps – alles Tätigkeiten, bei denen ich nicht viel tippen muss. Da möchte ich schnell von einem Item zum nächsten gelangen, Dinge mit einem Klick versenden, merken, scrollen, abspielen, aufzeichnen – all diese Dinge, die ich mit einem Klick (oder Touch) erledigen kann.

Will ich produktiv arbeiten, dann brauche ich eine Möglichkeit, schnell viel Text zu produzieren. Das geht am besten per Tastatur oder eben per Hand. Spracheingabe ist hier weniger interessant – wer kann schließlich schon auf Anhieb einen druckreifen Text sprechen.

Genau diese beiden Eingabemechanismen vereinigt Courier und genau da liegt auch die Stärke. Courier ist eben – so wie es momentan aussieht – nicht nur ein fancy Multimedia-Tablet, sondern kann eben auch ein Werkzeug für mich sein, mit dem ich richtig produktiv arbeiten kann. Meine Apps sind dort perfekt für meinen Use Case konfiguriert – quasi mein Personal Assistant. Und bestimmt kann ich eine Telefon-App konfigurieren, stecke ein Headset ein und brauche vielleicht gar kein extra Handy mehr.

Mein Vater (70 Jahre alt) hat vor kurzem den Wunsch nach einem Nachfolger für seinen alten Palm geäußert – ein Gerät mit dem er Notizen machen kann, Tagebuch schreiben, das eine Navigationsfunktion besitzt und das er mit seinen großen Fingern gut bedienen kann. Der Stift vom Palm hat ihm sehr gut gefallen. Es sieht so aus, als könnte Courier fast ein geeignetes Gerät für ihn sein. Mal sehen, wie „seniorengerecht“ er dann tatsächlich ausfällt.

Interessant ist übrigens auch der „Vorgänger“ Codex. In diesem Video sieht man auch schön, welche Möglichkeiten zur Positionierung sich aus der Booklet Form ergeben.

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